Byron Bay: Travel Guide Teil 2

von Katha

Australien ist Musik, ist Surfen und das Meer. An diesen drei Sachen kommt man einfach nicht vorbei. Zum Glück. Und zum Glück nimmt es Byron Bay ganz besonders ernst mit diesen Dingen. Damit man nicht gleich im erst besten Backpackerschuppen landet oder am überfüllten Mainbeach abhängt, haben wir mal aufgelistet wo es sich wirklich lohnt hinzugehen, um in die Kultur der Australier einzutauchen…

 

Bars, Clubs, Konzerte

Das man in Byron Bay gut feiern kann ist kein Geheimnis. Jedes Wochenende kommen Australier aus dem Umland angereist oder sogar aus Sydney eingeflogen, um umgeben von „Byron Vibes“ feiern zu gehen. Die gechillte lockere Atmosphäre macht einfach Spaß. Klar, den ein oder anderen viel zu betrunken Australier sieht man auch nachts torkelnd über die Straße schlendern, aber das Feiern hier ist nicht wie in der Partyhölle Surfers Paradise. Und genau aus dem Grund, sind die Clubs und Bars so voll…

Rails
Das Rails könnte man mit einem Biergarten vergleichen, nur das hier alle stehen und regelmäßig Konzerte von lokalen Künstlern stattfinden. Bier gibt es in allen Sorten und Größen. Vor allem „Ale“. Der „cheapest white wine“ für vier Bugs lässt sich auch empfehlen. Am Wochenende wird es extrem voll im Rails, weil sich viele hier einstimmen und dann ins Northern weiterziehen. Mitnehmen sollte man auf jeden Fall die Konzerte, die sind nämlich umsonst und in der Regel sehr gut. Gespielt wird alles was nicht leise ist. Im Rails trifft man immer wieder bekannte Gesichter und hauptsächlich Einheimische. Sogar die Oma von nebenan schwingt hier in Tanzbein. Auch sonst trifft man hier jeden, den man vielleicht schon immer mal treffen wollte: Torren Marrytn, Angus Stone oder Chris Hemsworth sind regelmäßig im Rails und bei einem Bierchen kommt man schnell ins plaudern.

 

© Angus Stone

 

Northern
Im Northern werden Abende zu legendären Abenden. Los geht es so ab zehn Uhr. Die Meisten pilgern langsam von anderen Locations zu späterer Stunde ins Northern. Das Northern ist Pflichtprogramm. Der Laden besteht aus einer Bar im vorderen Bereich, in der täglich Konzerte stattfinden (von Ziggy Alberts und Co. und immer umsonst) und einem Club im hinteren Bereich. Auch dort finden auch Konzerte statt, die kosten aber in der Regel (The Beautiful Girls, Sticky Fingers, Angus Stone). Wenn die Konzerte dann zu Ende sind, wird getanzt was das Zeug hält. Leider ist die Musik nicht sonderlich gut, aber nach ein paar Bieren ist das eh egal. Wenn man irgendwo neue Leute kennenlernen will, dann ist das Northern der beste Platz dafür. Wir schwelgen grinsend in Erinnerungen und bereuen nichts….

 

© droplegsband

© droplegsband

 

Straßenmusik
Es geht schon wieder um Musik. Musik spielt einfach eine riesen Rolle in Byron.
Was in Australien Gang und Gebe ist, ist hier in Europa eher der Ausnahmefall: Abend für Abend platzieren sich Straßenmusiker an belebten Straßenecken des kleinen Küstenstädtchens und spielen umsonst mit Leib und Seele ihre selbst komponierten Songs auf der Gitarre rauf und runter. Durch Lampenschirme im Retrostil und Teppiche aus tausend und einer Nacht, wird im Handumdrehen ein kleines Bühnenbild geschustert und verleiht zusätzliches Ambiente. Gemütlichkeit und Wohlbefinden sind vorprogrammiert. Garret Kato, Luke Morris, Kyle Lionhart und Ziggy Alberts sind unsere Favoriten. Unbedingt reinhören!

 

 

Herzorte

Im Grunde genommen ist ganz Byron Bay ein Herzort. Jede Ecke ist mit Erinnerungen verbunden. Sogar eine kleine dunkle Straßenkreuzung und eine Pfütze, die das ganze Jahr über einfach nicht weggehen mag. Aber es gibt ein paar Orte, die besonders wunderbar sind und die man auf jeden Fall besuchen muss. Orte abseits von Lonely Planet oder der Hostelempfehlung.

Tallows Beach
Tallows Beach ist der schönste Strand in Byron und ironischerweise immer leer. Während sich alle an den Mainbeach am Ende der Hauptstraße quetschen, findet man am Tallwos Beach immer ruhige unberührte Ecken. Tallows liegt auf der anderen Seite des Lighthouse und ist ein kilometerlanger Sandstrand. Das Wasser ist kristallklar, der Sand weiß und eine Delfinfamilie zieht immer mal wieder ihre Bahnen durchs Meer. Das Meer ist hier etwas „rauer“. Es gibt mehr Beachbreaks und Shorebreaks. Hier fühlen sich Shortboarder wohl. Allein rauschwimmen würden wir vielleicht nicht empfehlen, aber planschen und abkühlen geht immer. Auf dem Weg zum Tallowsbeach trifft man wirklich immer Wallabies. Auch Igel oder kleine gefährliche Schlangen kriechen hier rum. Augen auf dem Weg zum Strand. Wenn man also entspannen will ohne Leute um sich rum und umgeben von wahnsinnig schöner Natur, ab zum Tallows Beach! Lieblingsstrand für immer.

 

 

Hügel Aussichtspunkt
Dieser Aussichtpunkt ist ein Geheimtipp. Im Gegensatz zum bekannten Aussichtspunkt am Lighthouse, der von Touristen überrannt wird, ist das noch eine Fleckchen Erde an dem es ruhig ist. Abends kann man von hier ganz wunderbar den Sonnenuntergang beobachten und die Aussicht genießen. Wenn man den Hügel hinauf läuft und sich erst umdreht, wenn man ganz oben ist, bleibt einem wirklich der Atem weg. Man kann komplett über Byron schauen, sieht das grüne Hinterland und das Meer ist links und rechts von einem. Ein einzigartiger Gänsehaut Moment; versprochen. Nur wenige finden den Weg hier her und das soll auch so bleiben. Deswegen gibt es auch keine Erklärung, wie man dort hin kommt. Aber mit dem Bild als Anhaltspunkt, findet man vielleicht den Weg. Manche Plätze müssen eben erst gefunden werden…

 

 

The Pass Lookout

Das ist definitiv kein Geheimtipp, aber trotzdem ein wunderschöner Platz. An dem rechten Pointbreak „The Pass“, befindet sich ein Aussichtspunkt auf einem kleinen Felsen. Von dort aus, kann man die reinrollenden perfekten Wellen und die Longboarder beobachten. Auch Haie oder Delfine sieht man vorbeiziehen. Besonders spektakulär ist die Aussicht an Regentagen, wenn riesige Wellen reinballern. Dann ist der Aussichtspunkt leer und nur die besten Surfer trauen sich ins Wasser.

 

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