Die Institution in Berlin: der été Surfshop.

von Katrin

Ja, auch Berlin hat surftechnisch allerhand zu bieten:
Ihr braucht gutes Equipment und tip top Beratung?
Wir haben da etwas für euch: der été Surfshop aus Berlin versorgt euch mit allem was ihr braucht.

 


Der été Surfshop ist ja mittlerweile eine kleine Institution in Berlin, wie kam es zur Gründung?

Lieven und ich haben den Store 2004 gegründet. Damals gab es in Berlin nur drei Surf/ Skateshops. Im Westen California Boarding und Skate& Destroy und im Osten gab es CHB. 360Grad und Roadworx waren da leider schon Geschichte.

Lieven und ich waren in unseren damaligen Jobs, Eventkaufmann und Webdesigner, gerade nicht ganz zufrieden und so kam die Idee auf einen Jugendtraum zu erfüllen. Surfshops waren schon immer ein Sehnsuchtsort für mich gewesen.

Da wir damals in der Bergmannstrasse wohnten, war uns klar, das der Laden nur hier sein konnte. An dem Morgen sind wir in der Strasse rumgelaufen und jeden Ladenbesitzer gefragt ob jemand was weiss, und wie es der Zufall wollte, wollte der Trödler der vorher im été war, aufhören. Dann begann das Abenteuer.

 

éte Surfshop

© éte Surfshop

 

Wie waren die Reaktionen als ihr den Plan, einen Surfshop in Berlin zu eröffnen, in die Tat umgesetzt habt?

Gut, da wir eine kleine Lücke gefüllt haben, im Kiez gab es sowas nicht. Damals bestand die Bergmann mehrheitlich aus Spielhallen und Second Hand Läden. Wobei die Surfszene in Berlin noch nicht so war wie heute.

Unser Ansatz war, einen Laden zu schaffen, der für alle da ist, von Surf bis Mode. Kein klassischer Coreshop aber auch keine beliebige Fashion Boutique. Der Spagat ist uns bis heute anscheinend gelungen.

 

Seit wann gibt es den Shop?

Mietvertrag unterschrieben 1. Juli 2004, Aufgemacht 16. August 04.

Surfen wird immer beliebter – ist das auch im Shop zu spüren?

Ja, seit 4-5 Jahren wird die Surfszene immer gefestigter und größer in Berlin. Das ist schön zu sehen, gerade bei den Events bei uns im Laden, im Langbrett oder während des NNOs Surffilm Festivals Berlin oder den Surffilm Nächten von Nouvague.

Das sind tolle Möglichkeiten zum Austauschen von Ideen und Traveltipps, und so entstehen wieder neue Impulse. Zum Beispiel ist es schön zu sehen, dass es jetzt auch eine Surfrider Foundation Berlin Abteilung gibt. Oder das immer mehr Leute anfangen in Berlin zu shapen.

Fehlt nur noch ein Wavegarden.

 

éte Surfshop

© éte Surfshop

éte Surfshop

© éte Surfshop

 

Warum sollten wir nun genau bei euch unser Equipment kaufen?

Um an eure schönen Flyer zu kommen. Wir verstehen natürlich das man als Berliner Surfer jeden Cent sparen muss für die nächste Reise und so gerne günstig in Netz einkauft, auf der anderen Seite bieten Läden wie Decathlon oder das böse Internet nicht das was wie bieten: wir machen Events, wie Film Abende oder jetzt unseren Surffoto Contest, vermitteln Shaper, sind ein Ort, wo man auch Tips bekommen kann und sich mit anderen Connectet und wir versuchen auch lokale Initiativen zu supporten wie Shape Workshops, die Surfrider Foundation oder die Surffitness Gruppe etc.  

Und natürlich bieten wir Service wie Umtausch, Reorder oder im Fall der Fälle, die Reparatur oder Austausch bei Reklamationen. Sowas ist Online immer pain in the as und vom Nachhaltigkeitsgedanken auch eher nicht so gut, das ganze hin und her Geschicke.

 

éte Surfshop

© éte Surfshop

éte Surfshop

© éte Surfshop

 

Was ist euch bei der Auswahl der Marken für den Shop wichtig?

Bauchgefühl und die Abwägung: gefällt es uns, passt es zu uns in den Laden und wird es gekauft werden. Nachhaltigkeit wird auch immer wichtiger und mit offenen Augen durch die Welt gehen hilft auch.

Uns gefallen kleine Labels die es nicht überall gibt und wo Menschen arbeiten, mit denen es Spass macht zusammenzuarbeiten. Im Moment zum Beispiel TCCS, Oh Dawn, Rhythm oder auch die verrückten von Forvert oder IRIEDAILY.

Zum Glück ergänzen Lieven und ich uns wie ein altes Ehepaar und so entwickeln wir uns immer weiter.

 

éte Surfshop

© éte Surfshop

 

Wie kamt ihr zum Surfen?

Lieven und ich habe lustigerweise eher Snowboarden zusammen gemacht. Lieven skatet seit immer und ich hab früher mit Bodyboarden angefangen, dann lange Windsurfen bis dann das Wellenreiten kam.

Das erste mal hab ich auf den Cap Verden gesurft, während eines Windsurftrips mit meinem Dad. Danach dann, ca. 96, Biarritz und ab dann ging es langsam los.

 

Ihr surft in Mosambik – was macht dieses Land so besonders und wie kam es dazu dass ihr genau dort hin wolltet?

Ich mag neben dem Surfen auch das Reisen an sich und suche deshalb gerne immer neue Ziele.

Mosambik ist noch ein bisschen off the beaten path das war reizvoll. Und ausserdem war mein Dad mit uns dort um Entwicklungshilfe zu leisten, 1982, so gab es sogar ein paar Nostalgiegründe.

Das Land ist super schön, tolle Menschen und ein guter Vibe. Nach Mosambik waren wir dann ein Jahr später im Nachbarland Madagaskar. Auch toll. In Afrika gibt es noch viel zu Entdecken.  

 

éte Surfshop

© éte Surfshop

 

Und nun das wichtigste: wo findet man euch?

In Berlin/ Bergmannstrasse 18.

Und im Netz:

www.ete-clothing.de

www.facebook.com/ete.clothing

www.instagram.com/ete.clothing

www.vimeo.com/eteclothing

www.mixcloud.com/ete-clothing

www.soundcloud.com/eteclothing

Kein Onlineshop, wird es nie geben 🙂 aber natürlich verschicken wir auf Anfrage gerne alles. Surfhardware ist eigentlich nicht fürs Verschicken gemacht. Neos sollten nicht geknickt geschickt werden und man kann sich vorstellen wie oft die Sachen hin und hergeschickt werden bei einer Retourenqoute von über 60%. Und beim Bretter einzeln verschicken hat man oft Ärger wegen der Schäden.

Danke für das Interview!

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1 comment

Jay 8. August 2017 at 20:02

😍

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