»Follow the ocean back to your heart« über drei überragende Musiker aus Byron Bay

von Katha

Wenn aus einer Straße eine Bühne wird und Passanten zu Fans werden, dann kann man sich nur in dem australischen Byron Bay befinden. Es gibt wohl kaum einen Ort, in dem Musik auf der Straße so sehr zelebriert wird und so viel Potential und Herz hat.

 

Musik von der Straße auf höchstem Niveau, geprägt durch ein Leben am Meer, findet sich an der Küste New South Wales und Queensland zu Hauf. Es gibt drei Musiker die aber vielleicht mit besonders viel Engagement, Talent und Energie die Straßen in Byron Bay zu einer Konzerthalle umfunktionieren. Was in Australien Gang und Gäbe ist, ist hier in Europa eher der Ausnahmefall: Abend für Abend platzieren sich Straßenmusiker an belebten Straßenecken des kleinen Küstenstädtchens und spielen umsonst mit Leib und Seele ihre selbst komponierten Songs auf der Gitarre rauf und runter. Durch Lampenschirme im Retrostil und Teppiche aus 1000 und einer Nacht, wird im Handumdrehen ein kleines Bühnenbild geschustert und verleiht zusätzliches Ambiente. Gemütlichkeit und Wohlbefinden sind vorprogrammiert.

Ziggy Alberts, Kyle Lionhart und Luke Morris sind die drei, denen die Ehre gebührt. Alle drei sind Singer, Songwriter und Surfer aus Byron Bay und versuchen jeden Abend sich in die Herzen ihrer Zuhörer zu singen. Mit großem Erfolg.

 

Der Ziggy singt sich in die Herzen der Mädchen

Ziggy Alberts ist vielleicht der bekannteste und beliebteste von allen dreien. Er wird oftmals als der neue Ben Howard oder Jack Johnson betitelt. Dabei hat er seinen ganz eigenen Charme und das zieht mit seiner wirklich magischen Ausstrahlung vor allem das weibliche Geschlecht an. Keiner strahlt so wie Ziggy. Sobald er spielt, sind die Straßen dicht bepackt mit meist sehr jungen Mädchen, die den Surfer zu Recht abfeiern. Der 21- jährige Blondschopf kommt ursprünglich von der Sunshine Coast, lebt aber in seinem Van, den er »Vanessa« nennt. Die meiste Zeit verbringt er in Byron Bay, wenn er mal nicht die Küste hoch und runter düst um Konzerte zu geben. Er covert gerne mal Ben Howard Songs (wobei seine Versionen schon fast besser sind als die Originale), hat aber mittlerweile schon zwei Alben und einige EP’s rausgebracht, die Großes versprechen. »Made of Water« und »Land & Sea« nennen sich seine beiden Alben. Hymnen rund um das Meer, das Surfen, die Liebe und das Fernweh! »Days in the sun, nights on the streets«, »do you love the ocean with me?« und »follow the ocean« sind Zeilen mit denen man sich schnell identifiziert und die glücklich machen. Ziggy Alberts war letzten Sommer auf Europatour und wird sicherlich noch mal wieder kommen. Das neuste von ihm ist die »Four Feet in Forest« EP.

 


Kyle Lionhart & Luke Morris

Ziggy’s Buddy Kyle Lionhart macht zwar auch Musik auf seiner Akustikgitarre, aber auf einer ganz anderen Art als Ziggy. Seine Musik wirkt durch seine Themen reifer und nicht mehr so jugendlich. Das Publikum weitet sich daher auch auf alle Altersklassen aus. Er singt viel von Erlebnissen in der Natur »sleep by rivers« und vom Erwachsenwerden »do it on my own«. Sobald er singt, spürt man seine Leidenschaft für das, was er tut und wird erbarmungslos in seinen Bann gezogen.

Neben seinen Solo-Auftritten, hat er letzten Sommer noch ein Bandprojekt gegründet. »Vernas Keep« nennt sich die vierköpfige Band, die mit E-Gitarre und Schlagzeug wunderbaren Rock zusammenbastelt. Absolut und unbedingt empfehlenswert. Soundcloud Vernas Keep

Der letzte Kanditat ist Luke Morris. Der eher verlegen wirkende, langhaarige Musiker hat eine relativ verletzlich wirkende Stimme, die sicherlich speziell ist, aber zu seinen emotionalen Songs ziemlich gut passt. Auch er hat schon ein Album »Sugarcane Road« rausgebracht und feiert mit seinem neuen Song »I was somewhere else« sicherlich bald große Erfolge.

Alle drei sind nicht nur Freunde und Musiker, sondern auch sehr begabte Surfer, die ein Prise Salzwasser in ihre Songs bringen und sich für Projekte rund um den Meeresschutz engagieren. Da sie auf europäischem Boden noch nicht so bekannt sind, verdienen sie Support für einfach verdammt gute Musik! Alle drei Künstler sind übrigens auch bei Spotify zu finden.

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2 comments

Laurent 21. Juli 2016 at 16:30

Hallo Katha, die 3 sind echt super, aber Garret Kato gehört auf jeden Fall auch in die Liste! Der war schon 2009 bei unserem ersten Surftrip da!
Cheers Laurent

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Katha 22. Juli 2016 at 9:22

Hey Laurent! Das stimmt allerdings, Garret Kato ist auch mega gut. Die Liste der guten Sänger in Byron ist einfach endlos;)

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