Gutes Auge und nordische Seele: Tilo Pentzin

von Katrin
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Hej Tilo!
Moin liebe Salty Souls.

 

Tilo Pentzin

©TiloPentzin

 

Tilo, du machst wunderschöne Fotos. Wie kamst du dazu?

Vielen Dank, es freut mich sehr, dass euch meine Arbeiten gefallen. Ich bedanke mich für eure Einladung, Teil dieses schönen Projekts zu sein und somit auch eine Salzige Seele zu werden. Das fühlt sich richtig und sehr heimisch an. :-D
Ehrlich gesagt hatte ich ziemlich spät den ersten Kontakt zu »richtiger« Fotografie – theoretisch wie praktisch. Das war in meinem Grundstudium Kommunikationsdesign und Medien. Da wurde ich durch die Anschaffung einer analogen Spiegelreflexkamera für die Erledigung der ersten Aufgaben im Fach Fotografie wachgeküsst.

 

Was fasziniert dich an der Fotografie?

Besonders faszinierend finde ich an der Fotografie im Freien, dass sie die Möglichkeit bietet, einen Moment festzuhalten, der mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht wiederkehrt. Die Variablen Zeit, Licht, Sonnenstand, Wetter, das Motiv – all das wiederholt sich in der Kombination nicht oder nur sehr selten. Ich finde, ein bisschen spannender und irgendwie wertvoller war die Zeit der analogen Fotografie, weil die technischen Hilfsmittel da noch nicht ganz so ausgereift waren und der Moment somit noch besser abgefasst werden musste. Für mich ermöglicht die Fotografie den visuellen Austausch, die Weitergabe und Vermittlung der eigenen Perspektive und Sichtweise. Das ist praktisch und auch fabelhaft.

 

©TiloPentzin

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Was ist dir bei deinen Fotos wichtig?

Die Faktoren Motiv, Komposition, Moment, Natur, zum Teil auch Minimalismus. In der Reihenfolge.

Was oder wer inspiriert dich?

Da gibt es viele Quellen und Einflüsse, zum Beispiel kreative Menschen in meinem Umfeld, gute Gestaltung, leckeres Essen, Musik, Ausstellungen, fein gemachte Magazine, ganz klar die See und das Unterwegssein mit der Bande und dem Bulli. Auf Reisen sind die Augen viel offener und die Scheuklappen des Alltags abgelegt. Da prasseln viele Impressionen ein. Das Gute ist aber, dass man unterwegs auch in der Lage ist, viel mehr aufzunehmen. Der ganze Input muss dann allerdings auch wieder raus und wird hoffentlich in angenehmen Output umgewandelt.

 

 

Wo/Was würdest du gern mal fotografieren?

Wo, kann ich nicht so genau sagen oder einschränken. Es gibt noch sehr viele Orte auf der Welt, die ich gern sehen und mit der Kamera festhalten möchte. Auf meiner fotografischen »bucket list« stehen außerdem mehr Surf- und Wasserfotografie. Wenn ich dann aber am Strand lande, ist jedoch der Wellenhunger meist so groß, und ich habe mehr Lust, selber auf dem Brett zu stehen, als die Foto-Boje zu sein.

 

Surfst du?

Ja, sehr gern und so oft es geht.

 

©TiloPentzin

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Was ist dein absoluter Lieblingsspot?

Puuuh, das fällt mir sehr schwer, mich festzulegen. Deswegen versuche ich es auch gar nicht. Es gab schon einige sehr schöne Spots und Erlebnisse. Neben gängigen Entdeckungen entlang der europäischen Nordsee- und Atlantikküste, war der Surf auf dem Pazifik vor Kolumbien schon ein echtes Highlight. Allein schon das ganz neue Gefühl, ohne Neopren zwischen Bein und Leash im warmen Wasser unterwegs zu sein. Vor allem weil sich meine sonstigen Lieblingsspots eher in kälteren Gefilden befinden, in denen ich seit der ersten Stunde immer mit Neopren im Wasser war. Hier überrascht mich immer wieder meine heimische Küste der Non-Surf-Destination Mecklenburg-Vorpommern.

 

©TiloPentzin

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Wo können wir deine Arbeiten anschauen?

Die fotografischen Arbeiten findet ihr bei Instagram @tilopentzin und meine weitere Gestaltung auf www.tilopentzin.de oder bei behance.

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