Ein Espresso mit Shaper Marly

von Katha
Ein Espresso mit Shaper Marly

Über Chipiron Surfboards

»Chipiron« ist französisch und steht für einen kleinen Tintenfisch, der an der französischen Atantikküste besonders bekannt ist. Chipiron steht aber auch für einen Shaper, der in Les Landes seine wunderschönen Bretter shaped und vor allem Wert auf enge Zusammenarbeit mit den Kunden, den Glasern und der Verkäufern legt. Bei Chipiron zählt definitiv Klasse statt Masse und das kommt an! Wir haben Damien Marly, den Shaper und Gründer in seinem gemütlichen Laden in Hossegor auf einen Espresso getroffen und Ihm ein paar Fragen rund um sein Label und das Surfer-Dasein im Tourismus überfluteten Frankreich gestellt…
 

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Seit wann gibt es Chipiron Surfboards und wie ist das Ganze entstanden?

Seit 2010 mittlerweile! Zu Beginn habe ich nur zum Spaß in einer kleinen Garage Bretter geshaped. Ganz ohne Hintergedanken. Irgendwann haben mich dann Freunde gefragt, ob ich Ihnen ein Brett shapen könnte und daraufhin haben mich Freunde von Freunden gefragt. Das hat sich dann weiterentwickelt bis ich die Leute nicht mehr kannte, denen ich Surfbretter anfertigen sollte. Ich habe die Shapes gemacht und ein Freund von mir hat das Glasen übernommen. So kam dann die Idee auf, das Ganze professioneller zu betreiben und eine Marke aufzubauen. Seit 5 Jahren shape ich ziemlich viel, so viel wie vorher noch nicht und arbeite zur Zeit mit fünf Glasern zusammen.
Neben den Surfbrettern stellen wir auch andere schöne Dinge her, wie T-Shirts, Caps oder Campingtassen. Alles mögliche eben. Wir haben schnell gemerkt, dass das Interesse dafür das ist. Außerdem kauft man sich ja nicht alle Tage ein neues Surfboard.

Was war das erste Brett das du geshaped hast und wann war das?
Das war 2010! Es war ein 5’8 oder ein 6’0 Singlefin!

Was shapest du am liebsten?
Am besten gefallen mir: Fish, Midlength oder das klassische Log. Ich probiere ständig neue Shapes aus, aber bringe sie erst auf den Markt, wenn ich mir zu 100% sicher bin, dass das Brett funktioniert und ich Feedback dazu bekommen habe. Das ist mir sehr wichtig. Shortboards shape ich nicht mehr so viele, weil die meisten gemerkt haben, dass Shapes wie Midlength einfach mehr Sinn und Spaß bringen. Schließlich können die wenigsten massive Shortboardwellen surfen oder darauf 360’s machen.

 

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Auf all deinen Brettern ist ein runder Kreis zu sehen. Was bedeutet dieser fette Punkt?
Ach das ist ganz einfach: Ein Chipiron ist ein kleiner Tintenfisch, der hier sehr beliebt ist. Und der runde Punkt auf meinen Brettern, soll die Tinte vom Tintenfisch darstellen. Die Idee ist mit Freunden zusammen entstanden. Mir gefällt, dass das Design so clean ist.

Was inspiriert dich?
Mich inspiriert alles was nichts mit Surfen zu tun hat: Design im Allgemeinen und auch die verschiedensten Menschen, die man trifft. Ich orientiere mich definitiv nicht an der Surfindustrie, also ich schaue nicht, was da gerade hip ist, sondern fokussiere mich auf meine eigenen Ideen.

Was steht in der Zukunft für Chipiron Surfboards an?
Wir haben gerade 10 Läden in Frankreich. Das sind alles kleine Läden, mit denen ich sehr eng zusammen arbeite. In Belgien und Holland wird es meine Bretter zu kaufen geben. Und ich möchte auch in Deutschland meine Bretter anbieten, aber ich suche zur Zeit noch nach einem geeigneten Laden. Es geht dabei gar nicht darum zu expandieren. Lieber verkaufe ich meine Surfbretter nur in einem kleinen Laden, mit dem ich im engen Kontakt stehe, als in vielen verschiedenen. Darauf lege ich Wert!
 

 

Seit wann surfst du schon?
Ich hab mit 11 Jahren mein erstes Surfboard bekommen! Das war damals gar nicht so einfach, ohne Surfschule. Ich habe mir alles selber beibringen müssen. Mittlerweile gibt es ja überall Surfschulen und es ist viel einfacher den Sport zu lernen.
Dafür allerdings auch viel voller. Als ich Kind war, gab es den ganzen Surftourismus noch nicht. Da war das Wasser selbst zur Hochsaison komplett leer. Im Sommer würde ich gerne den Massen entfliehen, es ist einfach zu voll. Ich surfe ganze gerne in der Vandée, dort ist es ruhiger. Außerdem würde ich gerne mal im kalten Wasser Surfen. Dort wo kaltes Wasser ist, sind immer nur wenige Menschen im Wasser sind.

Möchtest du jemanden grüßen?
Ja, meine Großeltern! Und meine Frau. Sie hilft mir nämlich ganz viel bei dem Papierkram.

Website Chipiron Surfboards

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