Tobias Ilsanker über Surfen, Film, Fotografie und Portugal

von Katha
Tobias Ilsanker über Surfen, Film, Fotografie und Portugal

Tobias Ilsanker ist gebürtiger Münchener und lebt seit acht Jahren zwischen Deutschland, Portugal und der Welt! Er liebt die guten Bedingungen für das Longboarden in Baleal und die Fotografie sowie das Filmen gleichermaßen. Eine Lieblingswelle ist für ihn eine Welle, die er mit Freunden teilt. Wir haben mit Tobias über sein Leben gesprochen.

 

©Tobias Ilsanker

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Seit wann fotografierst du beruflich und wie bist du dazu gekommen?

Wann wird das Hobby zum Beruf, gute Frage! Meine Jungs und ich haben damals Skateboard Videos gedreht, wir sind dafür viel in Deutschland rumgefahren und haben »low budget« mit einem alten Camcorder mit Kassetten unsere kleinen Filme gedreht. Das war meine erste Erfahrung mit dem Filmen.
Dann ging es langsam in die Reisefotografie über. Aber ohne berufliche Absichten, das war nur hobbymäßig. Ich glaube so richtig ging es dann in meinem Marketing Studium los, damals war ich 24. In den Semesterferien bin ich viel mit meinem T4, namens »Searchy« und meinen Kumpels rumgereist. Wir haben die Dinge gesucht auf die wir damals Lust hatten: neue Leute treffen, das Reisen, die Wellen, das Skifahren und die Parties. Das war eine gute Zeit!
Irgendwann wurde dann mein Hobby zum Beruf, vielleicht lag es an der Technik die besser wurde und mein Interesse an der Fotografie wurde immer größer. Aber wann genau das war kann ich nicht so sagen, der Übergang war fließend.

 

Seit wann surfst du?

Seit 2007! Ich habe damals für mein Auslandssemester ein halbes Jahr in Südspanien in Vejer de la Fronterra gelebt.
Ich bin damals ohne Surfkurs einfach drauf los und habe mir das Surfen selbst beigebracht. Mein Nachbar hatte mir ein Surfboard geschenkt, das war natürlich viel zu klein für den Anfang und eigentlich für den Fluss gedacht.
Mit dem Longboarden ging es erst später los. Aber jetzt ist die Liebe für das Longboard sehr groß. Ich persönlich find ich es viel attraktiver besonders lange auf dem Brett zu stehen, statt radikale Turns zu machen. Hier in Baleal gibt es auch einfach richtig viele und gute Longboardtage.

 

©Tobias Ilsanker

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Was hat dich nach Baleal beziehungsweise Portugal verschlagen?

Ich war oft in Portugal zum Surfen und habe mir über die Jahre einen guten Bekanntenkreis aufgebaut. Baleal ist einer dieser »Mainspots«, wo man alle Leute immer mal wieder trifft.
Damals habe ich meine Freundin in Sagres kennengelernt. Es hat einfach gestimmt!

 

Zurück zum Thema Fotografie! Was macht ein Bild besonders für dich?

Das sind ganz schön viele Sachen, die mich auf einem Bild begeistern können! Das kann der Lichtschatten oder die Komposition sein. Aber das Wichtigste ist der Inhalt! Du kannst noch so gut sein was die Technik betrifft, letztlich sind es die persönlichen Aspekte die das Bild ausmachen. Es ist der Blickwinkel auf die Dinge der wichtig ist.
Ich glaube so kam auch bei mir der Umschwung zum Filmen: Auf einem Bild fängt man einen bestimmten Moment ein. Bei einem Film hat man viel mehr Möglichkeiten eine Situation einzufangen.

 

©Tobias Ilsanker

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Fotografierst du oder filmst du lieber?

Ich mache beides sehr gerne, aber zurzeit liegt der Fokus etwas mehr auf dem Filmen. Der Prozess bei einem Film ist viel größer als bei einem Bild und die ganze Arbeit die auf einen zukommt, wenn man das Filmmaterial erst einmal hat, ist immens.

 

Was inspiriert dich bei deiner Arbeit?

Ich glaub es sind vor allem Geschichten von anderen Menschen die mich inspirieren. Das müssen keine reißerischen Stories sein, sondern die einfachen Geschichten die das Leben schreibt. Das kann das Leben von einem Mann als Fischer sein. Ich mag es Geschichten zu erzählen und Geschichten weiterzugeben.

 

 

Ist dir schon mal was bei Wasseraufnahmen passiert?

Ja ungefährlich ist es definitiv nicht, aber ich war auch nie in Lebensgefahr. Aber man ist schnell ausgepowert, man kriegt Krämpfe und man sieht vielleicht auch das ein oder andere Meerestier, das man vielleicht nicht sehen möchte.

 

Was ist deine Lieblingswelle?

Zum Fotografieren ist es Kandui auf den Mentawais.
Zum Surfen reicht für mich was Kleineres und Portugal hat eine riesen Auswahl an schönen Lefts und Rights. Ich glaube ich habe keine Lieblingswelle, es kommt eher auf den Vibe im Wasser an. Sagen wir, wenn die Stimmung im Wasser toll ist, man nette Leute um sich herum hat, dann ist das meine Lieblingswelle.

 

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