Simon Fitz

von Katha
Simon Fitz

Er liebt das Meer, das Surfen und die Fotografie. Seine Fotos sind minimalistisch, ästhetisch und spannungsvoll. Er verleiht den Motiven eine eigene Stimmung und schafft es andere und besondere Blickwinkel zu finden. Für Simon Fitz begann vor 4 Jahren alles mit einer einfachen Einwegkamera.

 

Wie bist zur Fotografie gekommen und warum?

Haha gute Frage! Ich kann mich erinnern, dass ich vor 4 Jahren mal eine Einwegkamera bei einem Frankreich Urlaub dabei hatte und in 1,5 Monaten ganze 4 Bilder auf die Reihe bekommen habe. Allerdings habe ich auf diesem Trip auch ein Desillusion Magazin in die Hand bekommen und war erstaunt, dass jemand so etwas kreieren kann. Danke an Seb Zanella! Mit ihm und dem Desillusion Mag hat alles angefangen.
Zur gleichen Zeit habe ich Sport und Geografie studiert und war sportlich nebenher sehr eingebunden, keine Freiheit, keine Zeit und vor allem kein Geld zum Reisen. Irgendwann habe ich aus Geldmangel angefangen in der Klamottenindustrie zu arbeiten. In der Zeit habe ich super viele kreative Menschen kennengelernt, Magazine gelesen, Bildsprache lieben gelernt und angefangen Bilder bei Instagram zu posten: Vor allem meine Schuhe und den obligatorischen Kaffee am Morgen. In dieser Zeit hat sich meine Sicht auf die Gesellschaft krass verändert und ich wollte nicht den Rest meines Lebens mit Dingen verbringen, in denen ich keinen Sinn gesehen habe. Also habe ich mein Studium irgendwie beendet und meine Sachen gepackt, um ein halbes Jahr surfen zu gehen. Damals hatte immer noch kein Geld. Meine Freunde vom SkateDeluxe in Jena haben mich dann als Fotograf bei Puresurfcamps eingeschleust. Auf dem Weg hat mir, glaube ich, noch jemand eine Kamera in die Hand gedrückt. So find alles an. Zwei Jahre später bin ich super dankbar, dass mich Pure aufgenommen hat und, dass ich viel kreative Freiheit hatte um mich zu entwickeln.
Ich kann nicht mal sagen, warum ich fotografiere. Ich denke es fühlt sich einfach natürlich und richtig an. Ich arbeite sehr gern an Sachen, die mich kreativ fordern. Aber es könnten auch Klamotten, Latte Art oder einfach nur Surfen sein. Ich genieße es solange ich in der Lage bin damit durchzukommen, hehe.

 

©Simon Fitz

©Simon Fitz

 

Welche war deine erste Kamera?

Meine erste Kamera war eine Canon AE1. Meistens hab ich mit Kodak Filmen fotografiert und mich ein bisschen ausprobiert, später kam eine Yashica T4 dazu. Meine Leichtsinnigkeit hat beide zerstört. Später hab ich mir dann eine Sony A7 gekauft mit der ich in den letzten zwei Jahren eine halbe Millionen Bilder gemacht habe von denen ich 300 nicht mal mag… koook!

 

Wieso hast du dich letztlich für die Surflifestyle Fotografie entschieden?

Weil ich keine richtigen Surfbilder machen kann… Nein inzwischen geht es. Surflifestyle war am Anfang eigentlich Mittel zum Zweck, um eine Ästhetik zu schaffen, die ein Shortboarder mitten am Tag und blauem Himmel für mich nicht erzeugen kann. Inzwischen liebe ich es neue Dinge auszuprobieren und fotografiere viel mehr Surf als Surflifestyle aber versuche meine Art und Weise, die Dinge zu sehen beizubehalten.

 

©Simon Fitz

©Simon Fitz

©Simon Fitz

©Simon Fitz

 

Was macht ein Foto für dich besonders oder ästhetisch?

Ich weiß nicht so genau. Es muss sich einfach richtig anfühlen. Ich liebe so viele verschiedene Styles. Egal ob Surffotos oder irgendwas anderes, im Moment schau ich mir viel Fashion und Architektur an. Definitiv minimalistische Bilder mit viel negativ Space und weichem Licht. Cleane Wellen und ästhetischer Surf sind auch ganz schön!

 

Hast du deine Kamera immer mit dabei?

Ne, dafür surfe ich zu gern! Ich versuche einen Shoot am Tag zu machen! Manchmal wird es mehr, manchmal weniger. Ich habe akzeptiert, dass ich kreativer bin, wenn ich nicht kreativ bin! Wenn man das so sagen kann…

 

©Simon Fitz

©Simon Fitz

©Simon Fitz

©Simon Fitz


 

Gibt es einen Ort oder eine Person, an dem/ mit der du gerne mal Fotos machen würdest?

Am liebsten überall und mit jedem anderen Kreativen. Im Moment ist mein Crush Byron Bay einfach aus dem Grund, dass dort unzählige Kreative rumhängen und den ganzen Tag nichts anderes im Kopf haben als Kunst zu machen. Sowas liebe ich. Besonders @carlybrownphotography ist unglaublich stark. Ansonsten natürlich Sebastien Zanella vom damaligen »Desillusion Mag« unfassbarer Fotograf und Videograf und wohl meine größte Inspiration.

 

Auf deinen Bildern sind fast ausschließlich Longboards oder Retro Shapes zu sehen, was hat es damit auf sich?

Sie gefallen mir besser. Für mich verstecken sich hinter den unterschiedlichen Shapes auch unterschiedliche Sportarten, es sind andere Bewegungen, andere Manöver und andere Menschen, die ich mit diesen Boards verbinde. Für mich ist es einfach interessanter. Vor allem sind es oft die verschiedenen Charaktere. Ich mag es mit Persöhnlichkeiten zu arbeiten, welche die Welt anders sehen. Ich glaube, das ist der Grundgedanke hinter allem.
 

©Simon Fitz

©Simon Fitz

©Simon Fitz

©Simon Fitz

 

Seit wann surfst du?

Ich surfe seit insgesamt 5 Jahren. Die letzten beiden Jahre sehr regelmäßig. Nie gut, aber immer mit Spaß!

 

Wie sind deine Reisepläne für dieses Jahr?

Ich komme gerade erst aus Indonesien. Ich bin seit 2-3 Wochen in Deutschland und plane wieder nach Frankreich zu gehen. Außerdem sind Portugal, Hawaii und Bali geplant.
 
Instagram
Facebook

Weitere Artikel

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!