SURF ERA – Deutschlands erster Surfpark

von Katrin
SURF ERA – Deutschlands erster Surfpark

Das man in Deutschland surfen kann ist ja nichts Neues mehr. Aber wie wäre es, wenn gleich 100 Surfer gleichzeitig surfen könnten und das auch noch in der Stadt?

 

SURF ERA – Was bedeutet das?

Der Name SURF ERA ist ursprünglich aus Eirik Randows Initialen entstanden. Damals benutzte er ihn für das Label, bei dem er Surfboards und Finnen für Freunde und Familie herstellte. Als wir für das Projekt um den Surfpark zusammen kamen, beschlossen wir einfach, den Namen beizubehalten. Er handelt sich nicht nur um die Initialen des Visionärs, sondern auch um das Sinnbild einer neuen Ära des Surfens, die wir gemeinsam einläuten wollen.

 

©Surf Era

©Surf Era

 

Ihr seid ein Team von drei Leuten. Stellt euch doch bitte kurz vor?

Ahoi, wir sind Niklas, Eirik und Marvin und wir machen Welle!

Unser Altersdurchschnitt wird durch unseren kreativen Kopf Niklas gehoben. Man erkennt den Mitte 30-jährigen an seinem Vollbart und seiner gemütlichen Art. Als Kommunikationsdesigner übernimmt er alles, was mit Bildsprache und Corporate Design zu tun hat. Mit anderen Worten, wenn euch etwas nicht gefällt, müsst ihr mit ihm ein ernstes Wörtchen reden. 
Niklas liebt das Reisen und das Meer. Aktuell arbeitet er im wunderschönen Peru am Layout unseres Businessplans. 

Die Liebe zum Sport, dem Wellenreiten und dem Meer hat Eirik dazu bewogen, das Team zusammen zu bringen. Er ist Ende 20 und bringt neben seiner Erfahrung als Sportwissenschaftler auch die Qualitäten eines Betriebswirts mit sich. Um die trockene BWL wieder wett zu machen, widmet er sich voll und ganz dem Sport des Wellenreitens. Seine Masterarbeit schreibt Eirik über die Etablierung eines Olympiastützpunktes am Standort SURF ERA – Berlin. Denn wie ihr bestimmt mitbekommen habt, wird Wellenreiten ab 2020 olympisch vertreten sein. 

Obwohl der wasserscheue Marvin noch nie auf einem Surfbrett stand, ist er für unser Projekt unverzichtbar. Das Ende 20-jährige Multitalent ist – wie ein Schweizer Taschenmesser – vielseitig einsetzbar. Er ist Bauingenieur, Facility Manager, Fachmann für regenerative Energien und sorgt dafür, dass Niklas und Eirik nicht allzu lange im Wasser spielen. Er übernimmt bei unserem Projekt die bauliche Koordination und die Erarbeitung einer sauberen Energieversorgungsstruktur auf Basis erneuerbarer Energien. Sein Codename ist übrigens Mr. Nachhaltig.

Als Team arbeiten wir drei in jeder freien Minute an der Realisierung von Deutschlands erstem Surfpark.

 

 

Wie kamt ihr auf die Idee einen Surfpark in Berlin zu bauen?

In Deutschland gibt es eine zunehmende Zahl von Wellenreitern, die sich fernab vom Meer ideale Wellen wünschen. Die Option, seinen Urlaub mit Wellenreiten zu verbinden, besteht leider nicht immer. Deswegen begegnet ein Surfpark den Wünschen all derer, die am liebsten zu jeder Zeit des Jahres auf dem Brett stehen wollen. Warum in der Hauptstadt? Für die gebürtigen Berliner Marvin und Eirik ist der Standort in der Heimat ganz klar von Vorteil. Münchner Niklas hat bei der Wahl schlicht und einfach Pech gehabt. Aber natürlich ging es bei der Entscheidung nicht um den Heimvorteil. Der Standort hat sich aus unseren Marktanalysen ergeben und wurde deswegen ausgewählt. In der Metropolregion Berlin-Brandenburg treffen wir aktuell auf etwa 24.000 Wellenreiter mit stark steigender Tendenz. Darüber hinaus sprechen wir mit unserem Surfpark rund 3.000.000 potentielle Bewohner im Alter von 15-65 Jahren an (Stand 2017). Zu guter Letzt ist zu erwähnen, dass sich jährlich ungefähr 13.000.000 Touristen in die Hauptstadt verirren (Stand 2017).

 

Was unterscheidet euer Projekt von der stehenden Welle von Jochen Schweizer in München?

Der Unterschied ist schnell erklärt: In München handelt es sich um eine Gegenstromanlage, bei der stationär gesurft wird. Hier kann nur maximal eine Person gleichzeitig die Welle surfen. In unserem Surfpark bekommen ungefähr 100 Personen gleichzeitig ein echtes Ozean-Feeling und können auf 62.000 m2 vom Peak bis in die Inside surfen. Das bedeutet Surfen unter authentischen Bedingungen und zwar das ganze Jahr über.

 

 

Ihr sagt die Kapazitäten der Ozeane sind ausgeschöpft und bekannte Surfspots sind überlaufen. Geht es beim Surfen nicht auch ums Entdecken und der Suche nach eben dieser »perfekten Welle«?

Absolut! Genau wie ihr lieben wir den Ozean und werden ihn weiterhin bereisen und erkunden. Wir wollen ihn auf keinen Fall ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen und ein wenig entlasten. Jedoch sehen wir ebenso das enorme Wachstum der Anhängerschaft und die damit einhergehenden Probleme. Unsere emissionsneutral genierten Wellen sollen Anfängern die Möglichkeit geben, das Surfen sicher und ohne Frust zu erlernen. Den geübten Surfern und Profis liefern wir tagtäglich Traumbedingungen. Keine stundenlangen Autofahrten zum Meer, kein Pech mit schlechten Bedingungen oder Wetter, keine überfüllten Lineups. Dafür aber die Garantie auf ein Bierchen nach der Surf-Session.

 

Ist es also ratsam noch mehr Menschen an den Sport durch künstliche Surfparks heranzuführen?

Wellenreiten ist nicht nur eine Sportart, sondern auch ein Lifestyle, der den aktuellen Zeitgeist trifft. Allein in Deutschland ist die Anzahl der Wellenreiter innerhalb der letzten zehn Jahre auf annähernd eine halbe Million Wellenreiter gestiegen. Mit oder ohne künstliche Surfparks – ein Abriss dieser Tendenz ist nicht zu erwarten. Damit jeder weiterhin Spaß am Surfen haben kann, müssen Alternativen her. Mit SURF ERA wollen wir unseren Teil dazu beitragen.

 

Ihr bebaut ein neues Areal in dem sich ein Becken mit einer Wellen befinden wird – warum wird nicht in der Spree eine Möglichkeit gefunden dort eine Welle zu installieren?

Es gibt tatsächlich einige Technologien, die in bestehende Gewässer – wie der Spree – eingebracht werden können. Bezüglich der Qualität der Wellenerzeugung und Quantität der Wellen sind Technologien dieser Art allerdings noch stark eingeschränkt und für unser Projekt ungeeignet. Darüber hinaus birgt die Spree das Problem des privaten und kommerziellen Schiffsverkehrs. Damit verbunden sind mangelnde Sicherheit und Wasserqualität – die Bürokratie, die mit Genehmigungen, Gesundheitsauflagen und der Wasserwacht einhergeht, mal völlig ausgenommen. 
Wir haben den Anspruch, Traumbedingungen zu erschaffen, wie sie in der Natur tendenziell selten vorkommen. Ohne leistungsstarke Wellengeneratoren und präzise Untergrundmodulation wäre das schlichtweg unmöglich. Von Over-Head bis Double-Over-Ankle können wir sämtliche Bedingungen auf Knopfdruck simulieren. Ob Longboard, Shortboard, Softtop, oder Retro-Fish, es ist wirklich für jeden etwas dabei.

 

Der Andrang wird sicherlich immens sein. Wird es mehrere Becken zum Trainieren geben?

Korrekt! Die Anlage wird in verschiedene Sektionen unterteilt sein, sodass unsere Neulinge entspannt und ohne Angst lernen können. Unsere Fortgeschrittenen und Profis surfen dagegen in einem anderen Bereich und können sich nicht nur vollkommen auf ihr Training konzentrieren, sondern auch experimentieren und die Tatsache genießen, dass sie dabei von niemandem gestört werden.

 

Wo soll der Park gebaut werden bzw. wo hättet ihr ihn denn am liebsten?

Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Momentan sind drei Standorte im Rennen, wobei unser Favorit der Olympiapark in Berlin ist. Sehr grün, gut erreichbar und mit seiner Infrastruktur prädestiniert für einen Leistungssportstützpunkt. Und genau das wollen wir ja werden.

 

Wie weit seid ihr mit dem Projekt und wann soll es realisiert werden?

Unser Businessplan ist so gut wie fertig. Damit sind wir dann bereit, an Investoren heranzutreten und den von uns angedachten Projektablaufplan zu verfolgen und nach Möglichkeit auch einzuhalten. Aktuell visieren wir die Eröffnung – nach zweijähriger Bauphase – zum dritten Quartal 2021 an. Man hört allerdings, dass die Mühlen der Antragslage sehr langsam mahlen und das Projekt verzögern könnten. Wir sind aber voller Vorfreude, diese Hürden nehmen zu dürfen.

 

©Surf Era

©Surf Era

 

Was werden eure nächsten Schritte sein?

Aktuell bauen wir eine Community auf, die wir im weiteren Prozess involvieren wollen. Bedeutet: wir liefern euch Vorschläge und ihr könnt den Surfpark nach eurer Vorstellung mit gestalten und Einfluss nehmen. Wenn ihr darauf Lust habt, bleibt an dieser Stelle nur zu sagen: Folgt und unterstützt uns auf Facebook oder Instagram und bringt euch mit euren Ideen bei unserem Projekt ein.
Bei den adhOpen2018 sind wir mit Promotion-Stand vor Ort. Hier stellen wir uns vor und klären auf, also kommt gern vorbei und lernt uns kennen. Gerne auch beim ein oder anderen Bier. Außerdem könnt ihr hier auch Eirik anfeuern, der selbst am Contest teilnehmen wird und seinen 4. Platz im Longboarden verteidigt.

Zum ersten Quartal 2019 zielt ein erfolgreiche Crowdfundingkampagne darauf ab, die letzten Zweifel an unserem Größenwahn endgültig verschwinden zu lassen. 
Darauf folgen Bau, Testphase und dann endlich die lang ersehnte Eröffnung. Dann heißt es nur noch: »Let’s go surfing!«

Wir danken euch für unser aller erstes Interview und unseren Followern für ihre fantastische Unterstützung.

 

Hier findet ihr noch mehr Informationen:
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