Surfen, Bouldern, Portugal: The Salty Way Camp

von Katha
Climb SaltyWay

Wir lieben Surfen und Bouldern. Das Salty Way Camp in verbindet diese beiden Sportarten und bietet euch die Möglichkeit beides im wunderschönen Portugal zu lernen. Julika hat das Camp gegründet und wir haben nachgefragt wie dazu kam:

 

Hey Julika, du hast das Surf & Klettercamp »The SaltyWay“ in Portugal gegründet! Woher kommst du ursprünglich und was hat dich nach Portugal gezogen?

Moin, ich komme aus Kiel und bin über Umwege in Portugal gelandet. Es ging im Zickzack durch Europa! Nach dem Studium habe ich mich entschieden den »Ernst des Lebens« in der Nähe der Wellen zu suchen. Ich habe mir ein Auto von 1991 gekauft und bin los gefahren. Erst bin ich in Biarritz hängen geblieben, dann weiter nach Barcelona und danach nach Gran Canaria und weiter nach Lanzarote. Und dann bin ich in Portugal gelandet.
Ich glaube in Portugal stimmt einfach alles für mich. Das Licht ist zum Beispiel unglaublich. Als ich vor 4 Jahren mit meinem vollgestopften Ford über die Brücke bei Lissabon gefahren bin, überzog die Abendsonne die Stadt mit einem goldenen Licht. Auf dem Weg zum Praia Grande flimmerte die Sonne durch das Blätterdach der Alleen. Ich glaube in dem Moment wusste ich, dass ich ich gekommen bin um zu bleiben.

 

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Julika ©SaltyWay


 

Warum hast du die Kombination aus Surfen und Klettern für das Camp gewählt?

Warum Surfen dabei ist, ist klar. Ich mache es schon seit 1999 und liebe es. Das Klettern gut passen würde kam mir irgendwann als Idee, aber frag nicht warum. Ich habe erst mit Joao mit SaltyWay angefangen. Aber das Surfen und Klettern zusammen passen könnten war schon vorher als Idee in meinem Kopf. Vielleicht kam da der „Sportwissenschaftler“ in mir durch. Es sind beides Individual-, Natur- und Risikosportarten und man kann beides super bei uns in der Nähe machen. Mir wurde erst später klar wie gut man in Sintra und Cascais klettern und gerade bouldern kann. Die Serra de Sintra ist ein wahres Labyrinth aus entdeckten und unentdeckten Boulderplätzen. Es ist unglaublich schön eingefleischte Boulderer hier zu erleben.
Die Kombi kommt super an: Der Kontrast von Wasser und Stein, macht es abwechslungsreich. Übrigens ist das Surfen und Klettern was für jeden bei Saltyway- ob für Anfänger oder Fortgeschrittene.

 

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©SaltyWay

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©SaltyWay

 

Welche Steine wurden dir bei der Gründung des Camps in den Weg gelegt?

Ich kam damals gerade aus einer schwierigen Situation als ich mit SaltyWay angefangen habe. Und plötzlich lief alles wie von selber. Das Haus habe ich über einen Freund von einem Freund bekommen und ist mir buchstäblich in den Schoss gefallen. Es war fast unter dem »Urwald« von Sintra verschwunden. Aber mit Gartenarbeit, Farbe und etwas Liebe kam unser Zuhause zum Vorschein. Ein anderer Freund hat mir das Design und die Webseite zusammengebaut. Freunde aus Deutschland wie Lars vom Waves and Woods Magazine haben mir beim Marketing geholfen. Auch am Strand bin ich super in die Gemeinschaft aufgenommen worden.
Klar gibt es auch mal Probleme, aber irgendwie habe ich gelernt die Schritte für Schritte anzugehen. Oft ist es einfach nur Geld, um etwas zu reparieren oder es braucht Geduld bis man rausgefunden hat wie das Problem zu lösen ist.

 

 

Was ist für dich das besondere am Surfen?

Das Wasser! Ich glaube ich habe nur angefangen, weil ich Wasser so liebe. Ich war schon als Kind mehr im Wasser als am Strand. Surfen ist nicht so leicht, da muss man den Weg zum Ziel genießen können. Mittlerweile gibt mir Surfen viel mehr, es ist zu meiner sozialen Umgebung geworden. Ich treffe oft mehr Freunde im Line Up als in irgendeiner Bar. Einmal saß ich mit einem Freund mehr als ne Stunde im Januar im Wasser rum, um alle Neuigkeiten auszutauschen Es ist beinahe witzig wie Unterhaltungen bei einer guten Welle unterbrochen und danach nahtlos wieder aufgenommen werden.

 

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©SaltyWay

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©SaltyWay

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©SaltyWay

 

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Ich stehe morgens auf mach mir einen Kaffee und gucke in meine Mails. Dann fahre ich zum Camp beantworte Fragen, verteile Neos und Bretter, stehe meinen Helfern Rede und Antwort und repariere das Haus oder Surfbretter. Dann geht es an den Strand und ich versuche Tipps zu geben damit alle Spaß haben und sich nicht verletzen. Ich glaube das Hintergrundwissen ist super wichtig ist um Surfen zu lernen und Spaß zu haben. Sobald ich wieder zuhause bin setze ich mich an den PC. Sind die Gezeiten und Bedingungen nachmittags besser zum Surfen dreht sich der ganze Tag um. Die Gezeiten bestimmen meine Lebensroutine. Oft denke ich darüber nach wann Ebbe ist und wie die Wellen sein könnten bevor ich einen Arzttermin mache.

 

Hattest du schon mal negative Erlebnisse mit den portugiesischen Locals im Wasser (auch, wenn du selbst schone einer bist)?

Naja mir ist ein- oder zweimal jemand in die Welle gesprungen. Nicht schlimmes … Portugiesen sind einfach zu höflich um gemein zu sein. Das ist auf jeden Fall meine Erfahrung.. Ist ein Spot zu voll gehe ich woanders hin, das mach ich auch wenn der Vibe im Line-Up kippt. Lächeln ist super wichtig. Man kann nicht erwarten aufgenommen zu werden, wenn man selber nicht mal ein Lächeln übrig hat.

 

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©SaltyWay

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©SaltyWay


 

Kannst du immer noch Pasteis de Nata essen oder hast du dich nach all den Jahren satt daran gegessen?

Ich kann noch immer! Yummy!

 

Was wünschst du dir für The SaltyWay für die Zukunft?

Ich bin überglücklich so wie SaltyWay ist und darüber was es meinen Gästen und mir gibt. Unglaubliche Erlebnisse, diese WOW-Momente, Freundschaften, Abenteuer, Erfolge, Sonnenuntergänge und mehr Meer …

 

SaltyWayHouse

©SaltyWay

SaltyWayHouse

©SaltyWay

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Schnappschuss: Julias Portugal - Salty Souls 9. August 2017 at 20:58

[…] Expeditionen […]

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