Valeska Schneider über »Athletes against Plastic« und ihre Leidenschaft Surfen

von Katrin
© Michelle Mattern

Surfen, surfen, surfen. Was will man mehr? Wie es ist, ständig zu reisen, an den schönsten Orten der Welt zu surfen und immer wieder neue Kulturen kennenzulernen erzählt uns: Valeska Schneider. Surferin aus Leidenschaft, eine waschechte Münchnerin und deutsche Meisterin im Longboarden.

 

Valeska, wie kamst du zum Surfen?

Mein Traum war es eigentlich schon seit Kindheit surfen zu lernen. Leider verschlug es meine Familie immer in Windgebiete für den Sommerurlaub und somit habe ich erst mal mit dem Windsurfen angefangen (Definitiv kaum Ähnlichkeit, wie ich erst im Nachhinein festgestellt habe).
Erst während meines Auslandjahres 2012 in Australien habe ich endlich meinen ersten Surfkurs gemacht und war vom ersten Moment an vom Surffieber gepackt. Von da an war ich jede freie Minute irgendwo im Wasser.

 

Was fasziniert dich so an dieser Sportart?

Das sind einige Aspekte. Zum einen Mal die Tatsache, dass man sich in einem komplett anderen Element befinden. Irgendwie vergisst man alles um einen herum und ist total konzentriert und fokusiert aber auch irgendwie entspannt. Allein schon das Gefühl beim Rauspaddeln und unter den Wellen hindurchtauchen. Dann aber auch das Adrenalin das ausgeschüttet wird wenn man eine größere Welle hatte oder an richtig viel Geschwindigkeit erlangt.

 

© Michelle Mattern

© Michelle Mattern

 

Viele von uns träumen davon ständig zu reisen und so oft es geht ins Wasser zu kommen. Wie realisierst du dir diesen Traum?

Bisher bin ich noch Studentin. Da geht das ganz gut. In den Semesterferien das Zimmer untervermieten und dann meistens auch die Trips mit irgendetwas zu verbinden. Ich habe zum Beispiel ein Erasmuspraktikum in Hossegor, Frankreich am Atlantik gemacht, als Surffotografin auf den Kanaren gearbeitet und hatte das Glück jetzt meinen Master in Australien studieren zu dürfen. Das verlangt aber trotzdem sehr viel Disziplin während dem Semester und in der Budgetplanung. Ich verzichte in Australien zum Beispiel sehr auf Alkohol was sich dann deutlich positiv auf mein Flugbudget auswirkt 😉

 

Erst kürzlich hast du dir den ersten Platz bei den Sylt Open geholt. Wo soll die Surfkarriere für dich hingehen?

Der nächste Schritt sind fürs Erste die ISA Weltmeisterschaften im Longboarden in China und dann erst mal mein Studium bis Mitte des Jahres abschließen und nebenher so gut es geht zu trainieren. Die Deutschen Meisterschaften und Sylt Open stehen bisher auch noch auf dem Terminplan und dadurch wird sich dann ergeben wie es weitergehen soll. Sponsoren- und Preisgelder in Deutschland kann man nicht einmal mit Mindestlohn vergleichen, also muss ich dann nach einer Lösung schauen wie ich beides gemeistert bekomme.

 

Bald fliegst du nach China zu den ISA World Longboard Surfing Championships. Bist du dort schon einmal gesurft und worauf freust du dich am meisten?

Ich war noch nie in China und daher dort auch noch nie gesurft, bin aber super gespannt auf den Trip. Anscheinend soll dort ein weltklasse linker Pointbreak sein und da ich goofy bin, freue ich mich am meisten auf ein paar gute Wellen dort!

 

Was hat es mit dem Projekt »Athletes against Plastic« auf sich?

Die Idee zu dem Projekt ist entstanden, als wir die Nachricht erhalten haben, für Deutschland bei den Longboard ISA starten zu dürfen. Wir als deutsche Nationalteam haben uns dann überlegt, dass es doch super wäre, wenn ein Kameramann mit nach China fliegen würde, um uns zu begleiten. Doch wir wollten keinen klassischen Surffilm, sondern einen Film mit einer echten Message.
Gerade asiatische Küstengebiete sind oft stark von der Plastikverschmutzung betroffen, also haben wir uns vorgenommen unsere Chance bei so einem weitreichenden Internationalen Event teilzunehmen mit unserer Verantwortung der Umwelt gegenüber zu kombinieren.
Der Film soll dann Eindrücke des Geschehens um die Weltmeisterschaft, thematischen Kurzinterviews, beeindruckenden Landschafts- und Longboardaufnahmen und einer Message, die über Landesgrenzen hinaus von zunehmender Bedeutung ist, beinhalten. Somit wollen wir einen spannenden Film produzieren, der viele Leute erreicht und zum Handeln und Nachdenken inspiriert.

Wie kann man dich dabei unterstützen?

Ein kleiner Beitrag bei unserem Crowdfunding würde uns im Moment am meisten helfen. Bei einem Mindestbeitrag von 10€ nimmt man an vier Verlosungen teil eine Woche Surfcamp in Frankreich oder Spanien zu gewinnen. Wer gerade knapp bei Kasse ist, kann auch einfach das Projekt teilen und uns somit auch schon super unterstützen!

Athletes against Plastic

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