Warum jeder einen Hut braucht – Im Interview mit Mojak Headwear

von Katha, Katrin

Hüte sind was für Entdecker und Abenteurer! Für die Freigeister unter uns. Das war schon immer so. Sobald man einen Hut aufsetzt, verwandelt man sich ein bisschen in Robinson Crusoe, in einen Piraten oder eine feine Dame. Ein Hut trägt irgendwas magisches in sich. Wir haben uns mit Emanuel, dem Gründer von Mojak Headwear getroffen und Ihm ein paar Fragen gestellt…

 

Hallo Emanuel! Erzähl uns doch mal kurz wer und was »Mojak« ist?

Wow, ich bin erstmal mega begeistert, dass ich hier bei euch in eurem tollen Magazin ein paar Worte über mich und Mojak erzählen darf. Hallo Salzwasser – Hallo Salty Souls Leser!

Das Label mit dem Namen Mojak habe ich letztes Jahr ins Leben gerufen und betreibe es mit großer Leidenschaft. Alles läuft momentan noch parallel zu meinem eigentlichen Job. Bei Mojak dreht sich alles um den nachhaltigen Hut. Die aus 100% Schafswolle bestehenden Filzhüte sind gefertigt für Entdecker, Abenteurer, Gypsies und dich!

Mojak ist für alle gedacht, die es lieben draußen in der Natur unterwegs zu sein. 100 % analoges Leben eben. Das funktioniert am besten ohne Smartphone und ohne Kamera.  Nur du, deine Freunde und ein Abenteuer draußen in der Natur. Genau dafür sind die Hüte gedacht.

Somit ist ein echter Mojak jeder, der gerne draußen ist. Das bedeutet, dass auf eurem Blog eine ganze Menge Mojak’s unterwegs sind. 

 

 

Du verkaufst also Hüte! Wie ist die Idee dazu entstanden?

Der erste Gedanke kam mir während meines Studiums. Ich habe nebenbei in einem Skateshop gejobbt und hatte zwischendurch, vor allem beim zusammenlegen von unzähligen T-Shirts, extrem viel Zeit um nachzudenken. Vor allem fand ich das angestaubte Image, welches der Hut in unserer Gesellschaft heutzutage hat, ein motivierender Ansatz hier etwas zu bewegen. 

Auf dem Weg an die Französische Atlantikküste im vergangenen Sommer hatte ich dann den alten Filzhut meines Großvaters mit im Gepäck. Dieser erwies mir bei Dauerregen einen super guten Dienst. Eines Abends traf ich dann auf Jules, der meine Faszination für Hüte ebenfalls teilte. Alles zusammen, mit dem ein oder anderen Glas Rotwein, hat dann dazu geführt, dass es heute Mojak gibt und es verdammt viel Spaß macht. Eine ausführliche Geschichte gibt es übrigens auf meiner Seite.

Darüber macht es mir super viel Spaß neues auszuprobieren und einfach mal zu machen. Es ist somit wie ein großes berufliches Abenteuer, ohne eine fixe Reiseroute, aber dafür mit unendlich viel Freiheit. 

 

Warum gerade Hüte?

Puh darüber könnte ich jetzt gefühlt einen Roman schreiben. Das würde wahrscheinlich niemand interessieren daher versuche ich mich auf das wesentliche zu konzentrieren. Es gibt da zum einen den geschichtlichen Aspekt der mich fasziniert. Denn ein Hut ist so viel mehr, als dass er nur als reines Mode-Accessoire abgestempelt werden sollte. Der Hut war schon immer ein Zeichen der Freiheit. Im römisches Reich erhielten die Sklaven die in die Freiheit entlassen wurden einen Hut als Symbol für neues Lebe. Auf der anderen Seite wollte ich etwas schaffen, dass zeitlos, langlebig und handwerklich verarbeitet ist. Hinter Mojak steht also auch ein Konzept welches unserer Wegwerfgesellschaft den Mittelfinger zeigt. Ich denke die Kunst besteht nicht darin jede Woche eine neue Kollektion auf den Markt zu werfen, sondern etwas zu schaffen, an dem ich über Jahre Spaß und Freude habe.

Darüber hinaus prägte der Hut, bis Mitte des 19. Jahrhunderts, das Bild in unserer Gesellschaft. Schaut man sich Bilder oder Filme aus der Zeit an sieht man überall Hüte, Hüte und nochmals Hüte. Danach verschwand der Hut still und leise aus unserer Gesellschaft und wurde immer mehr zum Symbol des „Alten Mannes“. Man könnte auch sagen meine Mission ist es den Hut wieder Gesellschaftsfähig zu machen. Damit das alte angestaubte Image des Hutes irgendwann der Vergangenheit angehört.

 

 

Was ist das Praktischste und das Unpraktischste an einem Hut?

Die Hüte sind super praktisch, gerade auf Reisen, da sie wirklich in jeden Rucksack passen. Der Hut kann einfach gerollt oder auch mal auf die unsanfte Art einfach zusammengeknautscht werden. Aus dem Rucksack befreit kehrt der Hut in seine Ausgangsform zurück. Regen und Schnee sind übrigens auch dein Freund wenn du mit einem Hut unterwegs bist, du bleibst garantiert trocken.

Unpraktisch ist er wohl am ehesten noch zum Feiern, da er von betrunkenen Spaßvögeln sehr gerne vom Kopf gerissen wird. Damit fühlen Sie sich dann übertrieben frei und machen Selfies 😉

Wie verstaue ich einen Hut am besten, wenn ich ihn mit auf Reisen nehme?

Da tolle ist, dass die Hüte super praktisch sind und mehr oder weniger unverwüstlich. Und sind wir mal ehrlich erst mit ein paar Abnutzungserscheinungen ist ein Hut ein richtiger Hut. Narben machen sexy und ein Hut der was erlebt hat erzählt eine ganz andere Geschichte. Und für diejenigen, die besonderen Wert auf das äußere legen gibt es ja noch die Alternative sich einen Sonntagshut anzuschaffen. Optimal ist es den Hut zu rollen beim Transport. Ich möchte noch kurz zwei wichtige Tipps loswerden damit man so lange wie möglich Freude an unseren Hüten hat. 

– Den Hut nicht feucht oder nass einpacken.
– Den Hut nicht auf die Heizung oder in die pralle Sonne legen zum trocknen.

 

 

Bist du Surfer? Wenn ja, was macht das Surfen für dich so besonders?

Naja, ich muss kurz ausholen … also als Surfer würde ich mich, im sportlichen Sinne, noch nicht ganz bezeichnen. Jedoch komme ich gerade frisch aus Bali und hatte dort die beste Welle meines Lebens. Und es war ein unbeschreibliches Gefühl.

Geografisch bedingt war ich bisher eher auf Schnee unterwegs und bin leider viel zu selten dazu gekommen meine Surfskills zu trainieren. Aber ich genieße das Gefühl wenn ich morgens mit Sand an den Füßen, Piniengeruch in meinem Bus oder im Zelt aufwache. Ich mag den Minimalismus der das Leben als Surfer so lebenswert macht. Man benötigt im Gegensatz zum Wintersport so wenig. Eine Badehose, ein Brett und gute Freunde.

Worauf freust du dich im Sommer am meisten?

Mit meinem alten VW LT 28 durch die Lande ziehen. Den Ausblick auf die Berge genießen und dabei eine Mischung von Benzin und Seeduft einatmen, da ich gerade wieder in meiner alten Heimat am Bodensee gestrandet bin. Leider muss der Bus erst mal einer kleinen Generalüberholung unterzogen werden und meine Begabung was das reparieren betrifft hält sich noch sehr in Grenzen. Jedoch hab ich mir das für diesen Sommer fest auf meine „Was ich alles lernen möchte“ Liste mit drauf gepackt.

 

 

Eine letzte Frage: Warum hat ein Hut drei Ecken?

Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Lied aus meiner Kindheit irgendwann nochmals einholt. Aber ich würde sagen das magische Dreieck besteht aus Abenteuern- Freunden und natürlich einem super robusten Hut 😉   

Von jedem Hut geht 1 € an die Umweltschutzorganisation »Plastic Oceans«. Wenn Dich interessiert was das ist und was wir hier unterstützen findet du demnächst mehr Infos auf unserer Seite:
www.mojak.eu

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