Die Marke Zealous ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Die Kollektionen stehen für Sommer, Sonne und das Surfen. Jedoch können sie nicht nur am Strand getragen werden, sondern auch im Alltag – in der Stadt. Auch wir durften die Sachen im Sommer testen und sind begeistert! Leider konnten wir Marie, die Gründerin, nicht auf Bali treffen – die Kreativ- und Produktionsstätte ihrer wundervollen Zealous-Kollektion. Dafür hat sie uns aber ein paar Fragen beantwortet zu ihrem Leben und Zealous beantwortet.

 

©bibilissa-photography

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Wo bist du gerade (also welches Land)?
Gerade bin ich in Indonesien, genauer gesagt auf Bali, um die Produktion der Streetwear und Surfbikinis für nächsten Sommer zu managen.

Welche Welle hast du zuletzt gesurft und welche würdest du gerne mal wieder surfen?
Den letzten Sonntag habe ich an meinem Homebreak in Canggu mit einer entspannten Log Session bei 2ft Wellen verbracht. Vor 2 Wochen bin ich mit meinen Mädels früh morgens zum Kuta Reef rausgefahren und wir hatten eine richtig coole Session mit herrlichen overhead Wellen und derbe viel Spaß! Da möchte ich so bald es geht und der Swell stimmt wieder hin!

Wie läuft dein Arbeitsalltag ab?
Erstmal ’nen Käffchen! Dann geht’s an die Mails und alle neuen Bestellungen werden bearbeitet. Danach geht es immer unterschiedlich weiter und es ist alles dabei von Designs vorbereiten, Samples checken, neue Prints zeichnen, Produkttexte schreiben, Steuererklärung machen bis zum Stoffeinkauf und Produktionsüberwachung.
 

DCIM100GOPRO

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Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?
Mir macht wirklich alles an meiner Arbeit Spaß – sogar die Steuern! So etwas habe ich in der Uni nicht wirklich praxisnah beigebracht bekommen und liebe es peu à peu dazuzulernen.
Die Highlights sind allerdings das Entwickeln und Designen von neuen Streetwear und Surfbikini Kollektionen. Über die Monate sammle ich Inspirationen und mache viele Skizzen und Notizen zu meinen Ideen. Diese trage ich dann zusammen und entwickle eine Kollektion daraus. Wenn ich einige Wochen später die Wirklichkeit gewordenen Ideen in der Hand halte und anziehen kann, das ist schon irre! Jedes Mal aufs Neue!

Wie bist du zum Surfen gekommen?
Das erste Mal stand ich auf dem Brett mit 15 in Australien. Damals war ich zu einem Schulaustausch in Adelaide und ganz heiß aufs Surfen. Allerdings habe ich eine dreiviertel Stunde vom Strand entfernt gewohnt und somit ist es bei einer einzigen Surfstunde geblieben. Allerdings hat mich diese eine Session und der ganze surf inspirierte Lifestyle um mich herum sehr geprägt und begleitet mich bis heute.

Was inspiriert dich?
Generell inspirieren mich Powerfrauen, die ihre Träume verfolgen und an sich selber glauben. Macherinnen, Selfstarter und badass Mädels!
Für die Zealous Surfbikini Kollektionen lasse ich mich inspirieren von Kunstwerken und Fotografien. Für die Streetwear finde ich viel Inspiration in der Natur und dem einfachen und auf Surfen fokussierten Inselleben hier.
Beim Surfen sind Mädels wie Kelia Moniz und Kassia Meador meine großen Inspirationen und Vorbilder – so grazil und elegant möchte ich auch irgendwann crosssteppen können.
 

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©SaltyHearts


 

Was sind deine beruflichen Ziele?
Ich arbeite hart daran, dass meine Idee von Zealous als Surfbrand, die Klamotten produziert, die wir uns bei anderen Surfbrands immer gewünscht haben, aufgeht. Dass wir uns keine Männerklamotten mehr kaufen und umnähen oder zurecht schneiden müssen, weil wir einfach genauso fesche Styles für Frauen designen.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Ob ich in 10 Jahren noch auf Bali sein werde oder woanders ein neues Zuhause gefunden habe weiß ich nicht. Wenn alles klappt, sehe ich mich aber immer noch als den kreativen Kopf hinter Zealous und folge damit meinem Herzen.

Wie oft schaffst du es ins Wasser zu kommen und wie kombinierst du deinen Job mit dem Surfen?
Ich versuche mindestens zweimal die Woche ins Wasser zu kommen. Da ich viel Wert auf ausgedehnte und gute Sessions lege, halte ich mir gern die Wochenenden frei. Wenn der Forecast aber zu gut ist um wahr zu sein, dann gehe ich auch mal unter der Woche und arbeite die versäumte Arbeit spät abends oder am Wochenende auf. Unter der Woche gehe ich gern abends ins Gym um rundum fit zu bleiben und meine Kniemuskulatur aufzuarbeiten da mein Knie von einem älteren Kreuzbandriss doch noch etwas leidet.

Wo würdest du gerne mal hinreisen?
Im Laufe des nächsten Jahres möchte ich unbedingt einmal nach Batu Karas auf Java um die Welle dort zu surfen. Außerdem bin ich gerade von einem Komodo und Flores Boot Trip zurückgekommen und möchte jetzt unbedingt mehr vom Osten Indonesiens sehen. In fernerer Zukunft soll es dann endlich mal nach Sri Lanka und Kalifornien gehen. Japan reizt mich allerdings auch sehr – zum Surfen und zum Snowboarden!
 

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©bibilissa-photography


 

Hast du einen Tipp gegen Fernweh?
Wenn ich in Deutschland bin und Fernweh habe, dann lenke ich mich mit Trips in die Umgebung ab. Diesen Sommer war ich mit einer Freundin in der Sächsischen Schweiz zum Campen und Wandern, das war super! Währenddessen plane ich dann einfach die nächste Reise in die Ferne und kann darauf hinarbeiten!

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